• Daheim ist es am schönsten

Daheim ist es am schönsten

29.03.2021

Mit der Corona-Pandemie rückt ein Thema in den Fokus, dass viele lange nicht beachtet haben: Das Wohnen im Alter. In den vergangenen Monaten sind in den Alters- und Pflegeheimen viele Menschen an Covid-19 erkrankt und verstorben.

Eine Folge davon ist, dass bei den Senioren die Bereitschaft, in ein solches Haus zu ziehen, offenbar nochmals gesunken ist. In den regionalen Medien hat man in den vergangenen Tagen darüber lesen können.

Wo möchte man im Alter wohnen? Diese Frage werden sich auch hier viele Eigentümerinnen und Eigentümer stellen. Ich erinnere mich jedenfalls an HEV-Anlässe zu diesem Thema, die jeweils sehr gut besucht waren. Wer die Wahl hat, wird wohl am liebsten so lange wie möglich in den gewohnten vier Wänden bleiben wollen. Dieser Wunsch kam schon immer an erster Stelle, die Pandemie hat diesen nun aber verstärkt. Ich bin der Meinung, dass wir uns vor diesem Hintergrund (wieder) verstärkt darüber Gedanken machen sollten, was wir als Gesellschaft tun können, um diesem Wunsch auch Rechnung tragen zu können.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen geht es sicherlich um das Wohlergehen der älteren Generation. Nicht mehr und nicht weniger. Zum anderen ist es auch für die Angehörigen angenehmer zu wissen, dass es Ihren Grosseltern, Tanten oder Onkeln besser geht, solange sie daheim sein dürfen. Und schliesslich gibt es auch den finanziellen Aspekt. Denn Aufenthalte in einem Alters- und Pflegeheim gehen ins Geld, auch für die Allgemeinheit, sprich für die Krankenkassen und Gemeinden.

Wer möglichst lange in seinem liebgewonnenen Haus bleiben möchte, muss, je nach Wohnsituation, mehr oder weniger hohe Investitionen tätigen. Diese sind aber in jedem Fall auch kosten- und beratungsintensiv. Schlafzimmer und Bad im Erdgeschoss einrichten, schwellenloser Zugang zum Haus oder Treppenaufzüge sind nur ein paar der vielen Stichworte, mit denen man sich bei dieser Thematik auseinandersetzen muss.

Ich wünsche jedenfalls uns allen, dass wir im Alter eine Wohnsituation haben dürfen, die uns erlaubt, so lange wie möglich daheim bleiben zu dürfen. Der HEV Baselland will künftig vermehrt entsprechende Informations- und Beratungsangebote bereitstellen, die das ermöglichen. Denn daheim – das haben wir in dieser Pandemie auch gelernt, ist es eben immer noch am schönsten.

Präsident

Christoph Buser

Füllinsdorf