• Es braucht keine neuen Hürden

Es braucht keine neuen Hürden

15.07.2022

Hauseigentümerinnen und -eigentümer oder Menschen, die es werden möchten, haben es nicht nur leicht. Es gibt Unsicherheiten auf einigen Ebenen: Wie entwickelt sich die Zinssituation? Wie dramatisch wird es mit der Energieversorgung der Zukunft? Was passiert mit dem Eigenmietwert? Ist Wohneigentum bei stark gestiegenen Land- und Baupreisen künftig auch mit einem mittleren Einkommen noch finanzierbar? Wie steht es mit der Tragbarkeit?

«Wir haben ein zentrales Interesse daran, dass Wohneigentum im Kanton attraktiv und finanzierbar bleibt.»

Viele Fragen stehen im Raum – und noch ist nicht auf allen Ebenen abzusehen, welche Lösungen sich durchsetzen werden. Die Immobilienpreise haben sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt, die Nachfrage blieb aufgrund des niedrigen Zinsniveaus in den vergangenen Jahren trotzdem ungebrochen gross. Die Eigentumsquote in der Schweiz bleibt mit 36,4 Prozent im internationalen Vergleich tief, sie war zuletzt seit 2015 sogar leicht rückläufig, auch wegen des durch Migration beschleunigten Bevölkerungswachstums. Diese Entwicklungen zeigen auf, dass der Immobilienmarkt komplex und die Preisentwicklung von vielen Faktoren abhängig ist.

Wir haben ein zentrales Interesse daran, dass Wohneigentum im Kanton weiter attraktiv und finanzierbar bleibt. Politisch jedoch wächst der Druck auf das Eigentum – und hier gilt es, wirksam Gegensteuer zu geben. Wir machen das auf vielen Ebenen, im aktuellen Beispiel hält sich unsere Begeisterung für den neusten Wurf zur Erfassung der Wohnflächen als Bemessungsgrundlage für den Eigenmietwert in engsten Grenzen (vgl. Artikel links).

Selbstgenutztes Wohneigentum, so steht es in der eidgenössischen und in der kantonalen Verfassung, soll gefördert und nicht durch unnötige Hürden und finanzielle Belastungen behindert werden. Gerade nicht in Zeiten, in denen viele Fragen und Unsicherheiten im Raum stehen.