Viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer fühlen sich schlicht ungerecht behandelt. Wer vorsorgt, wird bestraft. Wer spart, wird zur Milchkuh, so der Tenor.
Seit Jahren erleben wir die gleiche Tendenz: Immer neue Abgaben, Vorschriften und politische Projekte gehen direkt zulasten des Wohneigentums. Dabei vergessen viele Politikerinnen und Politiker, dass die meisten ihr Eigenheim mit viel Eigenleistung, Disziplin und Weitblick erworben haben. Wohneigentum ist kein Luxus, sondern Ausdruck von Verantwortung – und diese muss endlich wieder gestärkt werden.
Am 28. September kommt es nun zum entscheidenden Urnengang. Auf dem Stimmzettel steht zwar die Frage zur Zweitwohnungssteuer – in Wirklichkeit geht es aber um die Abschaffung des Eigenmietwerts. Die Vorlage ist nicht ganz einfach zu verstehen, das Ziel aber klar: Die veraltete Geistersteuer muss weg! Deshalb: Stimmen Sie unbedingt Ja – und gehen Sie persönlich an die Urne. Nur so schaffen wir den Eigenmietwert endlich ab. Jeder Zettel zählt – und nur eine hohe Beteiligung bringt den Durchbruch.
Am 30. November folgt bereits die nächste Vorlage: Die geplante Änderung beim Ergänzungsleistungsgesetz (ELG) trifft Hauseigentümer erneut hart. Wer im Alter Ergänzungsleistungen benötigt, soll zuerst finanziell auf das eigene Heim zurückgreifen müssen – bis hin zum faktischen Verkaufszwang. Das ist eine klare Benachteiligung gegenüber Mietern und deshalb absolut inakzeptabel.
Gleichzeitig dürfen wir aber auch auf Positives blicken: Unsere vier Initiativen «Mehr Respekt vor dem Volkswillen» sind bei den Mitgliedern angekommen. Die Bögen sind verteilt, viele Unterschriften schon zurück. Das zeigt: Unsere Basis will sich einmischen und hat den Ernst der Lage erkannt. Das gibt Rückenwind – und beweist, dass wir gemeinsam viel bewegen können.
Der Herbst wird politisch gesehen heiss. Aber wir haben es selbst in der Hand, ob wir Eigentum und Eigenverantwortung stärken – oder weiter abbauen lassen.

