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Was zu tun ist, wenn draussen die Kälte kommt

13.01.2026

Winterfestes Haus Der Dezember ist nicht nur ein Monat der Festlichkeiten, sondern auch der richtige Zeitpunkt, um dafür zu sorgen, damit ein Gebäude gut durch den Winter kommt.

Ein zentraler Punkt anfangs Dezember ist der technische Wintercheck. Heizsysteme laufen jetzt auf Hochtouren, und jeder ineffiziente Prozess wirkt sich unmittelbar auf Komfort und Sicherheit aus. Fachleute empfehlen, die Heizkurve zu überprüfen und entlüftete Radiatoren sicherzustellen. Eine falsch eingestellte Anlage arbeitet nicht nur träger, sondern erhöht die Gefahr, dass Räume ungleichmässig warm werden. Besonders ältere Gebäude profitieren von einer Kontrolle der Zirkulationspumpen und Thermostatventile. Auch die Hülle des Hauses verdient Aufmerksamkeit. Zugluft an Fenstern ist eines der typischen Winterprobleme. Undichte Stellen, die man im Sommer kaum bemerkt, werden im Dezember zum permanenten Kälteeinbruch. Dichtungsbänder, korrekt eingestellte Fensterflügel und geschützte Rollladenkästen können spürbare Unterschiede machen. An der Gebäudeaussenhaut lohnt sich ein prüfender Blick auf Fassadenrisse oder beschädigte Putzstellen, die durch Frost weiter aufbrechen könnten.

Kontrolle ums Gebäude herum Rund ums Haus spielt der Schutz vor Schnee und Eis eine zentrale Rolle. Regenrinnen und Fallrohre sollten frei sein, damit Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Verstopfungen führen schnell zu Eisbarrieren, die Dächer belasten oder Wasser in die Fassade drücken. Auf Flachdächern empfiehlt sich eine Kontrolle der Abläufe, denn stehendes Wasser wird bei Minusgraden zum Risiko. Auch Aussenbereiche wie Terrassen und Treppen verlangen Aufmerksamkeit: lose Platten oder beschädigte Beläge können bei Glätte zur Unfallquelle werden.

Blick auf Kondensation
Im Innern betrifft der Wintercheck oft Bereiche, die kaum jemand auf der Liste hat. Kellerräume und Nebenräume sollten vor allem auf Feuchtigkeit geprüft werden. Kondensation entsteht dort schnell, wenn Temperaturunterschiede gross sind. Ein kurzer Luftaustausch an trockenen Tagen kann bereits helfen. Wer einen Estrich besitzt, sollte kontrollieren, ob die Isolation sauber abschliesst und keine Kältebrücken zulässt. Diese können zu Schimmelbildung führen. Auch darauf lohnt sich, ein Auge zu haben.

Wenn eine Kerze brennt
Nicht zu unterschätzen ist der Brandschutz in der Adventszeit. Kerzen, Lichterketten, Adventskränze und andere Dekorationen schaffen Atmosphäre, aber sie erhöhen auch das Risiko eines Brandes. Geradene trockene Tannenzweige entzünden sich in Sekunden. Eine weitere Gefahrenquelle sind defekte Kabel. Deshalb ist zu prüfen, ob die Rauchmelder funktionstüchtig sind – ein Batteriewechsel jetztist eine einfache, aber wirkungsvolle Massnahme.
Schliesslich ist der Dezember ein guter Zeitpunkt, um die Sicherheit während der Ferien zu bedenken. Wer über die Feiertage verreist, sollte sicherstellen, dass Bewegungsmelder, Aussenbeleuchtung oder Zeitschaltuhren funktionieren. Ein bewohnt wirkendes Haus senkt das Risiko unerwünschter Besucher erheblich – gerade dann, wenn in den sozialen Medien fröhliche Ferienfotos kursieren.
Der Winter kommt selten erwartungsgemäss. Für Hauseigentümer bedeutet das vor allem eines: Vorbereitung und Checks. Sobald die Nächte kalt oder eisig sind, die Fassaden feucht und die Räume geheizt werden müssen, reichen ein paar Routinenkontrollen, um gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet zu sein. Denn die Festtage sind zur Entspannung da und nicht, um sie mit behelfsmässigen Reperaturen oder Instandstellungsarbeiten zu verbringen.